Spenden für Projekte in Afrika und Haiti – Engagement für Senioren der Gemeinde
Seit 2019 macht es sich die Alfons-Lindner-Mittelschule Kirchberg vorm Wald mit Rektor Jochen Geiling, den Lehrkräften Christina Lang und Markus Kortyka sowie verschiedenen Klassen und Gruppen gerade in der Vorweihnachtszeit zur Aufgabe, sich sozial zu engagieren. Vor sechs Jahren stellte Pfarrer Markus Krell die Verbindung zum Hilfswerk „ORA international“ mit Sitz im oberösterreichischen Andorf her; es arbeitet nach dem Grundsatz „Gemeinsam verändern wir Kinderleben“ und betreut Projekte in den Bereichen Patenschaften, Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe, die weltweit in 14 Ländern umgesetzt werden.
Für Initiator Krell und die Beteiligten an der Alfons-Lindner-Mittelschule geht es in erster Linie nicht um die Größe ihrer Aktionen, sondern darum, ein Zeichen der Nächstenliebe zu setzen. Ziel der Aktionen ist es, dass die Schüler konkret handeln, anstatt über Missstände zu jammern.
Um Geldspenden zu generieren, sind die Organisatoren der Aktion an der Alfons-Lindner-Mittelschule sehr kreativ. So wurden zum Gedenktag an den heiligen Martin von Schülern der 8. Jahrgangsstufe im Rahmen des Fachunterrichts Ernährung und Soziales unter Anleitung von Fachoberlehrerin Petra Hafner Gänse aus Mürbteig gebacken und anschließend, getreu dem Vorbild des heiligen Martin, mit den übrigen Schülern geteilt und verkauft.
Ein weiteres, seit Jahren erfolgreiches Projekt ist die Gestaltung und der Verkauf eines Kunstkalenders. Dafür wurden von den Kunstlehrkräften besonders gelungene Werke aus dem Kunstunterricht, die mit viel Motivation und Kreativität geschaffen wurden, zusammengestellt. Die Bilder bieten einen eindrucksvollen Querschnitt durch die Vielfalt der behandelten Themen und Techniken von feinen Zeichnungen, lebhaften Malereien, Naturaufnahmen und plastischen Figuren. „Die im Kunstkalender veröffentlichten Bilder drücken mit Freundschaft, Zusammenhalt und Natur Werte aus, die den Schülern besonders am Herzen liegen“, betonte Lehrerin Christina Lang. „Als digitale Schule der Zukunft nutzen die jungen Künstler moderne Medien auch im Kunstunterricht, dazu wurden ausgewählte Kalenderbilder digital bearbeitet und in einen kurzen Clip umgewandelt, so ergänzt das Digitale das Klassische, ohne es zu ersetzen“, betont sie.
Durch den Verkauf der geteilten Martinsgänse und der Kunstkalender wurden 715 Euro erzielt, die in die beiden ORA-Patenschaften der Mittelschule mit dem Schwerpunkt Bildung fließen. Zum einen wird die Klassenpatenschaft an der „Little Flower Schule“ in Ghana weitergeführt, sie ermöglicht für ein weiteres Jahr 27 Kindern den Zugang zur Schulbildung, täglich eine warme Mahlzeit und medizinische Versorgung sowie kostenlose Schulsachen und Kleidung bei Bedarf. Für die Kirchberger Schüler ist klar, dass ohne ihre Unterstützung in Ghana viele Kinder nicht zur Schule gehen könnten.
In einem weiteren Projekt hat die Kirchberger Schulgemeinschaft bereits im Mai 2022 die Kinderpatenschaft für ein mittlerweile 13 Jahre altes Mädchen aus einem Bergdorf in Haiti übernommen, das in äußerst ärmlichen Verhältnissen lebt. Ziel dieser langfristig angelegten Patenschaft ist es, das Mädchen bis zu ihrem Schulabschluss zu begleiten. Haiti leidet unter einer extrem angespannten politischen und wirtschaftlichen Lage und wurde in der Vergangenheit mehrfach von schweren Erdbeben und verheerenden Tropenstürmen heimgesucht.
An einer eigens eingerichteten „ORA-Infowand“ werden eingehende Berichte, Briefe und Fotos aus Haiti und Ghana ausgehängt, damit die Schüler über die aktuellen Neuigkeiten in den Ländern informiert werden.
Ein weiteres Projekt der Nächstenliebe betreut Lehrer Markus Kortyka, der mit Schülern der verschiedenen Jahrgangsstufen in der Adventszeit Senioren in der ganzen Gemeinde Tiefenbach besuchte, für sie musizierte, kleine, selbst gefertigte Geschenke überreichte, aber vor allen Dingen Zeit schenkte.
Rektor Jochen Geiling ist davon überzeugt, dass die Schüler von diesem Projekt profitieren und dabei erleben, dass auch kleine Beiträge einen wichtigen Unterschied für eine gute Zukunft machen können.
Bild und Text: H. Schauer; PNP vom 06.01.2026


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